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Texter brauchen nicht viel zum Arbeiten. Notebook und Internet-Anschluss genügen. Das gibt uns Textern eine Freiheit, um die uns Viele beneiden. Weil wir eigentlich überall arbeiten können. Am Schreibtisch genauso, wie auf dem Balkon oder draußen auf der Terrasse. Sogar im Wald, auf der Wiese oder am Strand kann man Texte schreiben. Oder beim Cappucino im Café.

Das kann sehr angenehm sein. Aber es macht uns Texter auch zu sehr einsamen Menschen. Musste ich früher noch mehrmals in der Woche zum Kunden, um ein Projekt zu besprechen, so ist das heute bestenfalls einmal im Monat der Fall und ich freue mich regelrecht auf so einen Außentermin. Kannte ich früher noch jeden Kunden persönlich, gibt es mittlerweile immer mehr Kunden, mit denen ich schon seit Jahren zusammenarbeite, ohne sie jemals gesehen zu haben.
Auf der einen Seite ist das natürlich schade. Auf der anderen bin ich heute nicht mehr regional gebunden, sondern kann mit Kunden aus ganz Deutschland zusammenarbeiten. Streng genommen sogar aus der ganzen Welt.
Die Praxis hat gezeigt, dass es für die Mehrzahl aller Projekte genügt, wenn man sich am Telefon austauscht und alles Andere per eMail abwickelt. Bei vielen Webprojekten habe ich sogar direkten Zugang zum CMS und schreibe meine Texte direkt auf den Server. Bei Übersetzungsprojekten arbeite ich mit Across und schreibe direkt ins Dokument des Kunden, ohne die Formatierungen zu verändern. Das spart viel Zeit und alles geht schneller, einfacher, direkter.
Wobei es natürlich immer Projekte gibt, bei denen man sich auch persönlich austauschen sollte. Und Briefings, die man sich am Besten direkt vor Ort beim Kunden holt. So schreibe ich zum Beispiel häufig Applikationsberichte über Projekte in der Prozessindustrie, bei denen erst der direkte Eindruck vor Ort die Informationen vermittelt, die ein Texter braucht, um einen wirklich guten Artikel zu schreiben. Oder icfh lasse mich durch ein Unternehmen führen, über das ich einen Imageprospekt verfassen soll. |