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Wer der Welt etwas mitzuteilen hat, verfasst darüber eine Pressemitteilung und schickt diese an alle Redaktionen, die in Frage kommen. Das ist zwar der übliche Weg. Aber es ist auch der Weg mit den geringsten Chancen auf eine Veröffentlichung.
Der Grund ist nicht nur die schier überwältigende Flut an Informationen, die heute auf eine Redaktion einströmen. Er liegt auch in einer grundlegenden Veränderung der Medienlandschaft.
Das Internet hat einen großen Teil des Umsatzes weggeknabbert, von dem die Verlage früher bestens leben konnten. Die alltäglichen Nachrichten gibt's heute kostenfrei direkt auf den Monitor. Informationen sind nur noch wenige Klicks entfernt und müssen nicht mehr zeitraubend in Büchern und Fachzeitschriften zusammengesucht zu werden. Mit der Folge, dass die Printmedien an Bedeutung verloren haben. Ihre Auflagen sanken und das Anzeigengeschäft schon lange nicht mehr das, was es früher einmal war.
Für die Redaktionen hieß das, einsparen, abspecken, umdenken. Besonders bei den Fachzeitschriften findet man daher heute kaum noch Redakteure, die Zeit für eigene Recherchen haben. Artikel werden zunehmend von Freelancern geschrieben - oder aber direkt von der Industrie bezogen.
Da ist es ein entscheidender Vorteil, wenn der Hinweis auf eine bahnbrechende Technologie nicht als simple Pressemitteilung daher kommt, sondern als fertiger Fachartikel, der ohne viel Arbeit ins Blatt übernommen werden kann.
Ich empfehle daher meinen Kunden eine ganz kilare Strategie: Weg von der Pressemitteilung und hin zum fix und fertig formulierten Fachartikel, der genau so geschrieben ist, wie er im betreffenden Medium stehen könnte. Mit einer Botschaft, die auch lesenswert ist. In einer Schreibe, die zur Zielgruppe passt. Und ganz bewusst so formuliert, dass keiner merkt, dass er direkt von der PR-Abteilung eines Herstellers kommt.
Ich habe damit schon viel Erfolg gehabt. Ganz gleich, ob es dabei um Maschinen ging, um Automobile oder um eine Veranstaltung des Kommunikationsverbandes. |